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Harnsäure ist ein Abbauprodukt von Purinen, die durch den Abbau von Zellkernen oder die Nahrung entstehen. Der Laborwert misst die Konzentration von Harnsäure im Blut und dient der Beurteilung des Purinstoffwechsels und der Nierenfunktion.
Ein Harnsäure-Test wird empfohlen für: • Menschen mit Symptomen von Gicht (z. B. schmerzhafte, geschwollene Gelenke) • Patienten mit Nierenerkrankungen oder eingeschränkter Nierenfunktion • Überwachung von Patienten unter Chemotherapie oder Strahlentherapie (aufgrund verstärkten Zellabbaus) • Personen mit Verdacht auf metabolisches Syndrom oder Hyperurikämie
Der Test dient der Diagnose von Gicht, der Überwachung des Purinstoffwechsels und der Beurteilung der Nierenfunktion. Er wird auch verwendet, um das Risiko für Harnsäuresteine in den Nieren abzuschätzen.
Ein erhöhter Harnsäurewert (Hyperurikämie) weist auf: • Gicht (Harnsäurekristalle in den Gelenken) • Nierensteine durch Harnsäureablagerungen • Erhöhten Zellabbau (z. B. durch Krebsbehandlung) Ein niedriger Wert hat selten klinische Bedeutung, kann jedoch bei bestimmten Lebererkrankungen oder Medikamenteneinnahme auftreten. Symptome bei erhöhten Werten können sein: • Akute Gelenkschmerzen, vor allem im großen Zeh (Gichtanfall) • Schwellungen und Rötungen der Gelenke
Die Testung kann zu jeder Tageszeit erfolgen und ist unabhängig von der Nahrungsaufnahme.
• Chronisch erhöhte Harnsäurewerte ohne Symptome werden als asymptomatische Hyperurikämie bezeichnet, die langfristig ein Risiko für Gicht oder Nierenerkrankungen darstellt. • Alkoholkonsum und purinreiche Nahrung (z. B. Fleisch, Meeresfrüchte) erhöhen die Harnsäurewerte. • Medikamente wie Diuretika oder Chemotherapeutika können die Werte beeinflussen.
HDL-Cholesterin wird oft als "gutes Cholesterin" bezeichnet, da es überschüssiges Cholesterin aus den Blutgefäßen zur Leber transportiert, wo es abgebaut wird. Der Laborwert misst die Konzentration von HDL im Blut.
Ein HDL-Test wird empfohlen für: Personen mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen Patienten mit erhöhtem Gesamtcholesterin oder LDL-Cholesterin zur Risikoabschätzung Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck oder anderen metabolischen Erkrankungen Personen, die Änderungen im Lebensstil oder eine Lipidtherapie begonnen haben
Der Test hilft, das Risiko für Arteriosklerose und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bewerten. Ein hoher HDL-Wert wird mit einem geringeren Risiko für diese Erkrankungen in Verbindung gebracht.
Ein niedriger HDL-Wert ist ein Risikofaktor für: Arteriosklerose Herzinfarkt oder Schlaganfall Ein hoher HDL-Wert wird meist als positiv angesehen, jedoch können extrem hohe Werte selten mit negativen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden sein.
Der Test kann zu jeder Tageszeit erfolgen.
Der HDL-Wert sollte im Verhältnis zu LDL und Gesamtcholesterin interpretiert werden. Regelmäßige Bewegung und gesunde Fette (z. B. aus Fisch oder Nüssen) erhöhen HDL-Cholesterin. Chronischer Stress und Rauchen können HDL senken.
LDL-Cholesterin, oft als "schlechtes Cholesterin" bezeichnet, transportiert Cholesterin zu den Zellen, kann sich jedoch bei hohen Werten in den Arterienwänden ablagern und so Arteriosklerose fördern. Der Laborwert misst die Konzentration von LDL im Blut.
Ein LDL-Test wird empfohlen für: Personen mit familiärer Hypercholesterinämie (genetisch bedingte Fettstoffwechselstörung) Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder hohem Risiko dafür Menschen mit Diabetes oder metabolischem Syndrom Überwachung der Cholesterinwerte während einer Therapie mit Statinen
Der Test dient der Beurteilung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er ist der wichtigste Wert zur Überwachung der Cholesterintherapie und hilft bei der Anpassung von Medikamenten und Lebensstiländerungen.
Ein hoher LDL-Wert ist ein wesentlicher Risikofaktor für: Arteriosklerose Herzinfarkt Schlaganfall Ein niedriger Wert ist in der Regel unproblematisch, wird jedoch bei Patienten mit stark gesenkten Werten (z. B. durch Statine) überwacht.
Der Test sollte nüchtern durchgeführt werden, um die Aussagekraft zu erhöhen, da Mahlzeiten die Werte kurzfristig beeinflussen können.
LDL-Cholesterin ist oft Zielwert in der Therapie von Herz-Kreislauf-Patienten. Die Berechnung erfolgt oft aus Gesamtcholesterin, HDL und Triglyceriden; direkte Messungen sind jedoch genauer. Transfette in der Ernährung erhöhen LDL, während ungesättigte Fette (z. B. aus Olivenöl) es senken können.
Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon (Androgen), das in den Hoden, aber auch in kleinen Mengen in den Eierstöcken und der Nebennierenrinde gebildet wird. Es ist für die Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale und die Regulation von Libido, Muskelmasse und Knochendichte verantwortlich. Der Laborwert misst die Konzentration von Gesamt Testosteron im Blut.
Ein Testosteron-Test wird empfohlen für: Männer mit Symptomen wie vermindertem Sexualtrieb, Erektionsstörungen oder Muskelschwäche Frauen mit Anzeichen eines Androgenüberschusses (z. B. vermehrte Körperbehaarung, Akne, Haarausfall) Jugendliche mit verzögerter oder verfrühter Pubertät Personen mit Verdacht auf hormonelle Erkrankungen wie Hypogonadismus oder PCOS (polyzystisches Ovarialsyndrom)
Der Test dient der Diagnose von hormonellen Störungen, wie einem Testosteronmangel bei Männern oder einem Androgenüberschuss bei Frauen. Er hilft auch bei der Überwachung von Hormontherapien oder bei der Diagnostik von Tumoren der Geschlechtsorgane und Nebennieren.
Ein niedriger Testosteronwert bei Männern kann zu folgenden Symptomen führen: Verminderter Sexualtrieb Errektionsstörungen Verlust von Muskelmasse und Knochendichte Ein erhöhter Testosteronwert bei Frauen kann auf Erkrankungen wie PCOS oder Nebennierentumoren hinweisen und zu Symptomen wie Akne, Hirsutismus (vermehrte Körperbehaarung) und Zyklusstörungen führen. Ebenfalls kann ein erhöhter Testosteronspiegel auch bei Substitution auftreten.
Die Testung sollte bei Männern am Morgen erfolgen, da die Testosteronspiegel im Tagesverlauf schwanken und morgens am höchsten sind. Bei Frauen kann die Testung unabhängig vom Zyklus erfolgen, bei spezifischen Fragestellungen jedoch besser in der Follikelphase (Zyklusanfang).
Testosteronwerte sind altersabhängig und nehmen bei Männern mit steigendem Alter ab. Bestimmte Lebensstileinflüsse, wie Übergewicht oder chronischer Stress, können die Testosteronspiegel negativ beeinflussen.
Triglyceride sind die häufigste Form von Fett im Blut und dienen als Energiequelle für den Körper. Der Laborwert misst die Konzentration der Triglyceride, die aus der Nahrung stammen oder in der Leber synthetisiert werden.
Ein Triglycerid-Test wird empfohlen für: Menschen mit familiären Fettstoffwechselstörungen Patienten mit Übergewicht oder Diabetes mellitus Personen mit Verdacht auf metabolisches Syndrom Überwachung während einer Lipidtherapie
Der Test dient der Einschätzung des Risikos für Arteriosklerose und Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse). Er hilft auch, den Erfolg von Lebensstiländerungen oder Medikamenten zu bewerten.
Ein hoher Triglyceridwert kann durch: Ungesunde Ernährung (z. B. Zucker- oder fettreich) Übergewicht und Bewegungsmangel Unkontrollierten Diabetes verursacht werden. Symptome sind meist nicht spürbar, bei extrem hohen Werten jedoch Bauchschmerzen durch Pankreatitis.
Die Testung sollte nüchtern erfolgen, da die Triglyceridwerte von der letzten Mahlzeit beeinflusst werden können.
Triglyceride erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor allem in Kombination mit hohem LDL und niedrigem HDL. Alkohol kann die Triglyceridwerte stark erhöhen und sollte vor der Testung vermieden werden. Lebensstiländerungen wie eine fettarme Ernährung und Bewegung senken die Werte deutlich.